Hutkönig – Der Hutmacher am Dom

Worum es geht?

„Bei uns kriagt a jeder an Huat“, sagt Robert Nuslan stolz. Denn von Hüten davon verstehen sie was beim „Hutkönig“. Mit seinem Bruder Andreas führt er den Laden, neben dem Regensburger Wahrzeichen, dem Dom, bereits in der fünften Generation. Andreas Nuslan ist zudem noch der einzige Hutmacher- und Modistenmeister weltweit. „Das ist leider ein aussterbender Beruf“, sagt Robert Nuslan. In Deutschland gebe es heute nur noch drei Hutmachermeister: „Einer macht Vereinshüte für Karneval, der andere für Blaskapellen.“ Beim „Hutkönig“ machen sie „Hüte vor allem für die Allgemeinheit“, betont Nuslan. Dazu nehme man a bisserl heiße Luft, Maschinen, die es heute eigentlich so gar nicht mehr gibt, viel Handarbeit, 120g Naturhaar, eine Holzform und eine Prise Regensburg, fertig! Circa 80 mal durchläuft der Filzrohling dann die Hände des Meisters innerhalb der nächsten drei Tage. Das Hauptaugenmerkt liegt bei der Handarbeit auf der Strapazierfähigkeit, Funktionalität und dem optischen Erscheinungsbild. Ein Hut von Andreas Nuslan ist nämlich für die Ewigkeit, schließlich sind sie wasserdicht und geraten auch nach Jahren nicht aus der Form. Wer also eine einzigartige Geschenkidee für die Ewigkeit sucht, ist hier genau richtig.

Wie die Idee entstand?

Seit über 140 Jahren dreht sich bei der Handwerksfamilie nun schon alles um den Hut. Die Nuslans betreiben Laden und Hutmanufaktur zusammen mit ihren 20 Angestellten bereits in der fünften Generation. Seit 1896 sind die Hutmacher auch „Königlich Bayerischer Hoflieferant“. Im Jahre 1919 wurde die sogenannte „Hutfassionieranstalt“ im Waaggäschen in Regensburg gegründet. 1934 wechselten Manufaktur und Wohnsitz dann in die Metzer Straße, wo sie sich bis heute befinden. Der Laden wanderte über die goldene Bärenstraße und die Malergasse bis 1968 an seinen heutigen Standort am Krauterermarkt 1. Bereits seit den 90er Jahren ist die Hutmanufaktur auch online präsent. Noch immer ist die ganze Familie im Betrieb und Werkstatt tätig. Die Brüder Nuslan sind quasi im Laden aufgewachsen. Während Andreas Nuslan das Handwerk des Vaters übernahm, entschied sich Robert Nuslan für eine kaufmännische Ausbildung. Tochter Bettina Nuslan ist ebenfalls als Hut- und Mützenmacherin im Familienunternehmen tätig.

Der Laden

Direkt gegenüber des schönen Regensburger Doms befindet sich der Laden der Hutmacher. Zur Hutmanufaktur unterhalten die Hutmacher auch eine eigene Mützenschneiderei und vereinen damit drei Handwerksberufe in einem Haus. Circa. 15.000 Kopfbedeckungen jeglicher Art für jede Jahreszeit bieten für jeden Kunden das Passende. Von den Trilby und Porkpie-Formen, über die Dauerbrenner im Stile Humphrey Bogarts und Indiane Jones bis zum berühmten Playboy-Hut bleiben hier keine Wünsche. Behutet hat der Hutmacher am Dom neben 600 Vereinen, die sich in der hauseigenen Kartei befinden, auch allerlei Prominenz. So gehören zum Kundenstamm sowohl der thailändische König, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis als auch Schauspieler Jan Josef Liefers sowie Papst Benedikt der XVI. Auch Politiker wie Franz Josef Strauß, Edmund Stoiber und Horst Seehofer hat man schon unter den Hut gebracht und ist damit quasi auch heute noch„Hoflieferant“. Weit über die Grenzen Regensburgs hinaus hat sich die Hutmanufaktur einen Namen gemacht, sogar bis nach Hollywood. So trägt der „Hutmacher“ aus dem Disney Film „Alice im Wunderland“, von keinem Geringeren verkörpert als Johnny Depp, ein Original von Andreas Nuslan. Eine Kopie davon kann in Laden selbst bestaunt werden.

Neben maßgeschneiderten Hüten, die ab 98 € preislich einzuordnen sind, und handgefertigten Modellen (ab 49 €) findet man im Laden auch preisgünstigere Industriehüte sowie Hüte von Markenherstellern. Die meisten, die mit einem günstigeren Einsteigermodell beginnen, kommen aber bald wieder, um sich einen handgefertigten oder gar maßgeschneiderten Hut herstellen zu lassen, erklärt Robert Nuslan.

hutmacher.de