Yogahausen

Michaela Kraus kurz „Mischi“ genannt, hat sich mitten in der Altstadt ihren Traum vom eigenen Yogastudio „Yogahausen“ verwirklicht.
Dort taucht man in die vielfältige und spannende Welt des Yogas ein und kann die Praktiken in verschiedensten Kursen und Stunden erlernen. Wie es dazu kam, welche Angebote ihr findet und vieles Weitere zum Thema Yoga erfahrt ihr hier bei uns:

Im Studio Yogahausen von Michaela Kraus in der Altstadt Regensburgs ist
jeder willkommen. Foto: Michaela Heelemann

Wie bist du zum Yoga gekommen?

Nach meinen ersten Yogaversuchen war ich eher nicht so begeistert. Erst nach vielen Jahren kam ich durch eine Freundin wieder zum Yoga. Da ich damals auch aus familiärer und privater Sicht ziemlich schwere Zeiten mitgemacht habe, habe ich relativ schnell gemerkt, dass mir das Yoga persönlich unglaublich gut tut. Auch als Ausgleich zum Laufen, was ich in dieser Zeit begonnen habe, war es ideal. So bin ich dann auch abeigeblieben.

Was fasziniert dich so am Yoga?

Yoga schafft es mich sofort in meine Mitte zurückzubringen, wenn es mir einmal nicht so gut geht. Vor allem lerne ich dadurch, mit mir und dem was gerade ist zufrieden zu sein – JETZT bewusst wahrnehmen. Außerdem ist das Schöne an Yoga, dass man es oftmals einfach direkt aufs Leben
übertragen kann. Durch Yoga gehe ich an Probleme und Aufgaben viel entspannter heran und das erleichtert es sehr seine Ziele auch im Alltag einfacher umzusetzen. Alles in allem ist es einfach diese Balance, die Yoga in mir herstellt.

Wie kam die Idee zum eigenen Yogastudio?

Nach meiner Ausbildung habe ich mit unglaublichem Enthusiasmus begonnen hier in Regensburg in einem Yogastudio zu unterrichten. Dort habe ich dann immer mehr Kurse bekommen, bis ich dann schließlich zusätzlich zuhause noch Kurse gegeben habe. So wurde quasi meine Wohnung auch zu einem kleinen Yogastudio. Das Yogastudio, in dem ich eigentlich unterrichtet habe musste dann leider schließen und so kam die Idee sich einen extra Raum für die Kurse anzumieten. Fast eineinhalb
Jahre habe ich dann nach einem passenden Raum gesucht, bis es dann zu der Entscheidung kam, ein eigenes Studio zu eröffnen.

Du bietest ja verschiedenste Yogakurse an und als Anfänger weiß man da oft nicht womit man starten soll. Welche Art von Yoga würdest du Anfängern empfehlen? Und ist es besser, direkt mit einem Kurs zu starten oder zunächst ein paar Einzelstunden zu nehmen?

Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass ich nicht direkt eine Art für Einsteiger empfehlen kann. Von daher mein Tipp: Einfach verschiedene Arten über einen Zeitraum ausprobieren und sich dann für das entscheiden, was am besten zu einem passt. Das hängt natürlich auch vom Lehrer und den eigenen Interessen ab. Einen Anfängerkurs zu belegen ist natürlich nie verkehrt, da einem hier oftmals noch die Ausrichtung und Haltung besser erklärt wird. Einzelstunden sind meiner Meinung
nach gerade am Anfang nicht nötig.

Die richtigen Techniken werden bei Yogahausen für jeden einfach erklärt.
Foto: Michaela Heelemann

Das ist ja ein Markt, auf dem man viel Geld ausgeben kann. Wieviel kostet eine Kursteilnahme? Und wie sieht es mit Yogamatten und Yogakleidung aus?

Allgemein zahlt man in Regensburg für eine Kursstunde zwischen 14 und 17 Euro, das ist auch bei mir so. Oftmals werden die Kurse aber als Punktekarten oder Zehnerkarten verkauft und für Studenten gibt es bei vielen Studios auch noch Vergünstigungen.
Bei der Kleidung und den Matten ist meiner Meinung nach grundsätzlich das richtige Mittelmaß zu wählen. So würde ich zum Beispiel für die Yogamatte um die 35 Euro ausgeben. Zum Thema Kleidung: Generell reicht eine ganz normale Leggings oder bequeme Sporthose und ein etwas engeres T-Shirt, dass nicht allzu sehr herumflattert, vollkommen aus.

Kann ich einfach kommen wann ich will, oder sollte ich mich vorher anmelden?

Es gibt sowohl offene, als auch geschlossene Kurse. Bei den offenen kann man einfach kommen und einsteigen. Für die Teilnahme an den geschlossenen Kursen sollte man sich vorher anmelden.

„Für Yoga bin ich viel zu ungelenkig und das ist nur etwas für Ökos“, solche Aussagen hört man oft. Ist Yoga nur für bestimmte Personengruppen geeignet oder hast du ein spezielles Klientel?

Es ist natürlich für alle geeignet. Gerade für die Personen, die tatsächlich sehr ungelenkig sind, wäre Yoga sehr empfehlenswert. Es ist nämlich ein unglaublich großartiges Gefühl, nachdem der Körper sehr „starr“ geworden ist, wieder beweglicher zu werden. Außerdem merkt man am Anfang auch die größten Fortschritte und das Verletzungsrisiko ist eventuell geringer als bei sehr flexiblen Menschen. Ein bestimmtes Klientel gibt es bei mir also nicht. Meine Schüler sind kunterbunt durchgemischt, vom Studenten, über den selbstständigen Geschäftsmann bis hin zu Müttern. Eine Zeit lang hatte ich sogar einmal einen speziellen Kurs für Damen über 75. Mit „Ökos“ sind wahrscheinlich sehr esoterische Menschen gemeint. Und ja, auch diese Schüler kommen zu meinen Kursen, aber das hängt auch immer ganz stark von den Kursen ab. In Yogahausen ist aber jeder willkommen und genau das zeigt, dass hier jeder sein darf wie er will, denn auf der Matte gibt es keine Unterschiede.

Im Studio Yogahausen in Regensburg findet jeder den richtigen Kurs für
sich. Foto: Michaela Heelemann

Ein zweites Vorurteil ist oft: „Yoga ist einfach nur Dehnen mit Räucherstäbchen und langweilig.“ Stimmt das, dass der Großteil des Yoga aus Dehnübungen besteht?

Yoga ist keinesfalls nur Dehnen. Es gibt durchaus auch Stile, die viel Kraft aufbauen oder einen Cardioeffekt haben. Am Ende kommen dann schon immer etwas ruhigere Übungen zum Abrunden.
Grundsätzliche habe ich die Devise Stärken und Dehnen, also immer diese Balance zwischen den beiden. Die Mischung macht es für mich aus. Und ja, Räucherstäbchen nutze ich auch, wenn es sich für mich und die Gruppe richtig anfühlt.

Du bietest ja auch Specials, wie den Special Community Day, an. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Ziel dieses Tages ist es, Ashtanga Yoga, eine bestimmte Art von Yoga, bekannter zu machen. Gemeinsam mit der Gruppe Ashtanga Yoga Regensburg wollen wir an diesem Tag Erfahrene und Interessenten zusammenbringen. Zuerst gibt es einen praktischen Teil, in dem wir alle gemeinsam Ashtanga praktizieren und im Anschluss findet dann ein gemeinsamer kostenloser Austausch statt. Für den praktischen Teil sollte man sich anmelden. Dabei gibt man meist 10 Euro auf Spendenbasis. Das Besondere an dieser Veranstaltung ist diese spezielle Verbindung, die man zueinander bekommt, das gemeinsame Erleben. Das finde ich unglaublich schön.

Beim Yoga ist es ja meistens sehr ruhig. Gab es auch schon einmal peinliche oder besonders lustige Erlebnisse?

Auf jeden Fall schon. Das was sehr oft passiert, ist das Pupsen. Das ist etwas ganz Natürliches und kann beim Yoga oft vorkommen, aber sorgt trotzdem immer für den ein oder anderen Lacher. Wenn mir spontan etwas Lustiges einfällt oder ich totalen Unsinn erzähle, kommt es schon einmal zu einem
Lachflash, aber das darf und soll auch sein.

Hast du noch weitere Ideen und Pläne für die Zukunft?

Ich habe vor, in der Zukunft noch verstärkt aufbauende Kurse und Tagesworkshops anzubieten. In denen kann man tiefer in bestimmte Themen einsteigen und die anderen viel besser kennenlernen.
Auch Kooperationen mit Kollegen abseits vom Yoga kann ich mir vorstellen.

Uns hat sie außerdem noch verraten, wie es zu dem Namen „Yogahausen“ kam…

…das war eigentlich eine ganz lustige Geschichte. Immer wenn ich früher auf ein Ausbildungswochenende oder eine Yogaveranstaltung gefahren bin, habe ich zu meinen Freunden immer gesagt, dass es wieder nach „Yogahausen“ geht. Mit der Zeit hat sich dieser Name dann
immer mehr verfestigt und irgendwie ist er dann geblieben.

Vielen Dank für das schöne Interview, Mischi! Wir wünschen dir weiterhin alles Gute.

Mehr erfahren über Yogahausen:
Web: www.yogahausen.de
E-Mail: yogahausen@email.de
Telefon: 0176 2444 5559
Instagram: yogahausen
Facebook: yogahausen

Autor: Helena Schlosser, OTH Regensburg